#LangCount=1 #Title=Du, meines Lebens Leben #Author=Ernst Wilhelm von Wobeser, Melchior Teschner #(c)=Public Domain #VerseOrder=Verse 1,Verse 2,Verse 3,Verse 4,Verse 5 #Key=Bb #Tempo=90 #Time=4/4 --- Verse 1 Du, meines Lebens Leben, Du, meines Todes Tod, Für mich dahingegeben in tiefe Seelennot, In Marter, Angst und Sterben aus heißer Lieb'sbegier, Das Heil mir zu erwerben, nimm Preis und Dank dafür! --- Verse 2 Ich komme zu der Stätte, wo Jesus für mich rang Und Blutschweiß beim Gebete Ihm aus den Gliedern drang. Den Tod, mit dem Er ringet, verdiente meine Seel'; Der Schweiß, der aus Ihm dringet, ist mir ein Heilungsöl. --- Verse 3 Mein Heiland wird verraten, geführt zu Qual und Spott. Ach, meine Missetaten, die brachten meinen Gott Hin vor's Gericht der Heiden und in der Feinde Hand; Ich war's, ich sollte leiden, was da mein Bürg' empfand. --- Verse 4 "Seht, welch ein Mensch!" Er stehet geduldig wie ein Lamm, Und nun wird Er erhöhet, ein Fluch am Kreuzesstamm; Vollendet da Sein Büßen der Welt, auch mir, zu gut, Aus Seite, Händ' und Füßen strömt Sein Versöhnungsblut. --- Verse 5 Du bitt'st am Kreuz für Feinde, mein Jesus, wer war ich? Du denkst an Deine Freunde; gedenk, Herr, auch an mich! Du machst den Schächer selig, verheißest ihm Dein Reich; Das macht mich Sünder fröhlich, mich, der dem Schächer gleich.