#LangCount=1 #Title=Mein Volk, das in vergangnen Tagen #Author=Ernst Heinrich Gebhardt, Emilie Zumsteg #(c)=Public Domain #VerseOrder=Verse 1,Verse 2,Verse 3,Verse 4 #Key=Em #Tempo=90 #Time=4/4 --- Verse 1 Mein Volk, das in vergang'nen Tagen Des Herren Banner fröhlich schwang, Dazu, von hohem Geist getragen, So himmlisch schöne Lieder sang, Wo ist denn deiner Väter Glauben, Ihr feste Burg, ihr Waff' und Wehr? Du ließt dein höchstes Gut dir rauben Von einem ganzen Höllenheer! --- Verse 2 Mein Volk, das in verfloss'nen Zeiten Mit einer heiligen Geduld, Verfolgt, erträgt die schwersten Leiden, Gestützt auf Gottes Vaterhuld, Kaum sah'n wir dich dem Leid entrinnen, So warfst du dich zum Herrscher auf, Um schnell am Faden fortzuspinnen, Wo Rom verlor den blut'gen Lauf! --- Verse 3 Mein Volk, das einstens protestierte Voll Kühnheit wider Trug und Wahn, Dass schnell dein Geist, der lang verirrte, Betrat der Wahrheit lichte Bahn. Ist jener Kampf den schon beendet, Im Geist besiegt der Lügner Rott'? Weh dir, du hast dein Herz gewendet, Bekämpfst das Licht nun selbst mit Spott! --- Verse 4 Mein Volk, erwach aus deinem Schlummer Und kehr zu deinem Herrn zu rück, Sonst trifft dich endlich schwerer Kummer, Verscherz doch nicht dein eignes Glück! Folg deiner Väter treuem Mahnen, Noch hast du hierzu Gnadenfrist. O schar dich eilends zu den Fahnen Des Siegesfürsten Jesus Christ.