#LangCount=1 #Title=Wie wird uns sein #Author=Karl Johann Philipp Spitta #CCLI=5579033 #(c)=Public Domain #VerseOrder=Verse 1,Verse 2,Verse 3,Verse 4,Verse 5,Verse 6 #Key=C #Tempo=75 #Time=4/4 --- Verse 1 Wie wird uns sein, wenn endlich nach dem schweren, Doch nach dem letzten ausgekämpften Streit Wir aus der Fremde in die Heimat kehren Und einzieh'n in das Tor der Ewigkeit! Wenn wir den letzten Staub von unsern Füßen, Den letzten Schweiß vom Angesicht gewischt Und in der Nähe sehen und begrüßen, Was oft den Mut im Pilgertal erfrischt! --- Verse 2 Wie wird uns sein, wenn wir vom hellen Strahle Des ew'gen Lichtes übergossen steh'n Und – o, der Wonne! – dann zum ersten Male Uns frei und rein von aller Sünde sehn; Wenn wir, durch keinen Makel ausgeschlossen Und nicht zurückgescheucht von Schuld und Pein, Als Himmelsbürger, Gottes Hausgenossen, Eintreten dürfen in der Sel'gen Reih'n! --- Verse 3 Wie wird uns sein, wenn wir mit Beben lauschen Dem höher'n Chor, der uns entgegentönt, Wenn gold'ne Harfen durch die Himmel rauschen Das Lob des Lammes, das die Welt versöhnt! Wenn weit und breit die heil'ge Gottesstätte Vom Halleluja der Erlösten hallt Und dort der heil'ge Weihrauch der Gebete Empor zum Thron des Allerhöchsten wallt! --- Verse 4 Wie wird uns sein, wenn nun dem Liebeszuge Zu Dem, der uns den Himmel aufgetan, Mit ungehalt'nem, sehnsuchtsvollem Fluge Die frei geword'ne Seele folgen kann! Wenn nun vom Aug des Glaubens lichte Hülle Wie Nebel vor der Morgensonne fällt Und wir den Sohn in Seiner Gottesfülle Erblicken auf dem Thron als Herrn der Welt! --- Verse 5 Wie wird uns sein, wenn wir Ihn hören rufen: »Kommt, ihr Gesegneten!« Wenn wir, im Licht Dastehend an des Gottesthrones Stufen, Ihm schauen in Sein gnädig Angesicht, Die Augen sehn, die einst von Tränen flossen Um Menschennot und Herzenshärtigkeit, – die Wunden, die das teure Blut vergossen, Das uns vom ew'gen Tode hat befreit! --- Verse 6 Wie wird uns sein? O, was kein Aug gesehen, Kein Ohr gehört, kein Menschensinn empfand, Das wird uns werden, wird an uns geschehen, Wenn wir hineinzieh'n ins gelobte Land. Wohlan, den steilen Pfad hinan geklommen! Es ist der Mühe und des Schweißes wert, Dahin zu eilen und dort anzukommen, Wo mehr, als wir versteh'n, der Herr beschert.